Impuls: Nichts wie weg

Endlich Urlaub! Wie lange haben wir darauf gewartet. Auch viele von uns werden sich in den nächsten Wochen in den Urlaub verabschieden. Ausspannen, im Lebenstrott anhalten und verweilen, tun wozu der Alltag keine Zeit lässt:
Ausgelassen sein, das Leben  genießen, Seele und Beine baumeln lassen, andere Länder sehen, im Meer baden, Berge besteigen, Radfahren, neue Sportarten ausprobieren, Städte erkunden…

So ein „Nichts wie weg“ wird lange im Voraus geplant und vorbereitet. Die Vorfreude ist groß, wobei jedoch auch allerlei Hoffnungen mit der Urlaubsreise verbunden sind: Hoffnung auf eine schöne Unterkunft, auf gastfreundliche Menschen, Erholung vom Alltag, oder neue interessante Erlebnisse und Begegnungen.

Das bedeutet aber auch „Nichts wie hin“ zu dem, das man aus dem Blick verloren hat, all das Schöne, das man im Alltag übersieht, nicht mehr wahrnimmt, das keinen Platz findet. Sich Zeit nehmen für Dinge, die sonst untergehen. Sich sportlich auspowern beim Radfahren, Bergsteigen oder Paddeln. Eine andere Perspektive einnehmen, sich neu sortieren und nach ein, zwei oder drei Wochen entspannt, oder auch mit vielen Plänen und Ideen zurückkehren.

„Ich schicke Dir eine Karte“, mit diesem Worten haben wir uns früher oft in den Urlaub verabschiedet. Es gibt Sätze wie diesen, die hört man heute nicht mehr. Aus dem Urlaub schreibt wohl kaum mehr jemand eine Ansichtskarte. Man schickt Fotos per Smartphone, sendet Grüße per WhatsApp, postet auf Facebook und lässt alle gewollt, oder ungewollt am Urlaubsleben teilhaben.

Ich mag Ansichtskarten immer noch. Zeigen sie mir, dass jemand genau an MICH denkt, vielleicht schon beim Aussuchen des Motives.

Wenn kaum mehr jemand Karten schreibt, wer kauft dann die ganzen Karten, die immer noch in den Auslagen der Andenkenläden liegen? Ich nehme mir ab und an eine als Erinnerung mit und vermutlich mache das nicht nur ich so.

Ich glaube, Gott schickt uns auch gelegentlich eine Ansichtskarte.
Einen wunderschönen Sonnenuntergang, Wolkengebilde am blauen Himmel, einen Regenbogen nach einem Gewitterregen, grandiose Berge, azurblaues Wasser. Gottes Schöpfung - unzählige Motive für Ansichtskarten, die zeigen, dass auch er an uns denkt und uns nie vergisst. Geschenke an uns. Aufmerksam und achtsam in uns aufgenommen, gesammelt in unseren Herzen bereichern sie unser Leben und tragen uns über manche Durststrecke hinweg.

Diese Momente wünsche ich Ihnen allen in den kommenden Urlaubstagen, bleiben Sie behütet.
                                                                                                     Mechthild Foldenauer

                                                                              Landesarbeitskreis Kirche und Sport

 

 

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