Impuls

Rio 2016 – Fair Play und Unfairness – am selben Tag

Die fairste, als auch die unfairste Geste im olympischen Stadion der Leichtathletik ereignete sich am gleichen Tag.

Es läuft der 5000 m Vorlauf der Frauen. Mit dabei sind auch die US-Amerikanerin D` Agostino und die Neuseeländerin Hamblin. Nach einem Sturz liegen beide urplötzlich auf der Laufbahn. Die US-Amerikanerin rappelte sich als erste auf – sie rennt nicht dem Hauptfeld hinterher – sondern versucht der Neuseeländerin hochzuhelfen. Nach dem Rennen schildert Hamblin diesen Moment wie folgt: „Als ich ihre Hand auf meiner Schulter spürte, war es für mich ,Wir müssen das hier beenden, los steh auf`. Sie verkörpert den wahren olympischen Geist.“  Bei dem Sturz hatte sich D` Agostino am Knie verletzt. Sie versuchte weiterzulaufen fiel aber wieder auf die Bahn. Jetzt war es ihre Gegnerin die ihr wieder hoch half. Unter Schmerzen erreichte sie das Ziel. Hamblin sorgte dafür dass Helfer einen Rollstuhl, für ihre eigentliche Konkurrentin  in den Zielraum brachten. „Ich hoffe, dass es ihr gutgeht“ war der Wunsch von Hamblin. Dies war zunächst nicht klar. Die Organisatoren zeigten selbst eine große Geste: Sie ließen die beiden Läuferinnen im Endlauf starten.

Nikki Hamblin und Abbey D´Agostino erbrachten den Beweis, dass es bei Olympia nicht nur um Medaillen geht. Sondern auch um WERTE.

Im Stabhochsprung-Finale gilt der Franzose  Weltrekordhalter Lavillenie als Favorit auf die Goldmedaille. Doch sensationell gewinnt der Brasilianer Thiago da Silva den Olympia-Sieg. Seine Landsleute feiern ihn überschwenglich. Bei der Siegerehrung kam es zum Fiasko. Als Lavillenie seine Silbermedaille überreicht bekam ging ein gellendes Pfeifkonzert durch das Stadion. Schon während des Wettkampfes wurde der Franzose ausgepfiffen. Als die Nationalhymne für den Sieger ertönte liefen dem Silbermedaillengewinner Tränen über die Wangen. IOC-Präsident Thomas Bach sagte: „Dieses unmögliche Verhalten ist bei Olympischen Spielen nicht akzeptabel.“ Nach der Siegerehrung appellierten  die Stadionsprecher in mehreren Sprachen  an die Zuschauer, dass sie alle Sportler, egal welcher Nation, unterstützen sollten.

Fairplay ist für den DJK Sportverband ein besonderes Anliegen und hat in seinem Wertekanon große Bedeutung. Für seine Veranstaltungen wirbt er mit dem leicht abgewandelten  „DJK SportFAIRband“. Was für die großen Sportbühnen gelten muss, müssen erst Recht wir als DJK Sportgemeinschaft Göppingen leben: „Fairness und Respekt im Sport und im Alltag gegenüber Jedermann!“

                                                                                                                                                             Wolfgang Traub

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