Impuls

Impuls: Dolmetscher überflüssig

Seit einigen Jahren verbringen wir unseren Sommerurlaub auf einem Campingplatz im Süden Frankreichs, nicht zuletzt wegen des reichhaltigen Sportangebotes.

Niederländer, Briten, Franzosen, Deutsche, Tschechen und Italiener schwitzen gemeinsam bei unterschiedlichsten Sportarten in der südlichen Sonne. Auch wenn die Anleitung hauptsächlich auf Französisch erfolgt, was jetzt z.B. bei der Aqua-Gymnastik oder beim Aerobic schon zu Missverständnissen führen kann: alle sind fröhlich bei der Sache, die Eine übersetzt für den Anderen, Neuankömmlinge werden von den „alten Hasen“ in die richtige Richtung dirigiert und wenn es so gar nicht klappen will, wird herzhaft gelacht.

Unsere Jungs stürzen jedes Jahr gleich nach der Ankunft auf den Fußballplatz und verabreden sich dort mit anderen Jugendlichen zum abendlichen Fußballspiel. Auch hier spielt die Nationalität kaum eine Rolle, wenn man mal von den bunten Fußballtrikots absieht, die schon etwas über Herkunft und favorisierten Verein aussagen. Jeden Abend werden neue Mannschaften gebildet, je nachdem, wer eben da ist. Da kicken Engländer, Deutsche und Niederländer in einer Mannschaft und anschließend wird mit Händen und Füßen gefachsimpelt und Neckereien fliegen hin und her. Natürlich ist auch Ehrgeiz dabei, aber die Leistung der Mannschaft zählt und nicht die einer einzelnen Nation.

Ein schönes Bild, das mir gut gefällt. Als Parallele fällt mir dazu das Pfingstereignis in der Bibel ein. Dort kam der Heilige Geist in Gestalt von Feuerzungen von Himmel und ließ sich auf den Menschen unterschiedlichster Sprachzugehörigkeit nieder. Laut der biblischen Überlieferung waren dies viele Bewohner verschiedenster Landstriche. Fortan hörten diese Menschen sich alle in ihrer eigenen Sprache reden und verstanden einander. (Apostelgeschichte 2,1-13)

Ein steiler Vergleich mit dem vorher beschriebenen, werden jetzt sicher Einige von Ihnen denken, aber ich finde der Sport ist in diesem Fall im übertragenen Sinne die Feuerzunge, die zur Verständigung über alle Sprachgrenzen hinweg beiträgt.

Im Urlaub, wenn alle entspannt sind, geht das natürlich leichter, als im harten Sportalltag, wo Nation gegen Nation um Titel kämpft. Aber auch dort finde ich immer wieder Beispiele von Sportlern und Sportlerinnen, die Freundschaften über alle Grenzen hinweg pflegen.

Auch in unseren Vereinen ist die Verständigung durch Sport längst Alltag geworden und das ist gut so!

- Mechthild Foldenauer – DJK Diözesansportverband 

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